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Von der Ostsee nach Bayern |
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| Von Saßnitz aus bummle ich über das schöne Rügen, den Nationalpark Jasmund
und die Badestrände im Norden. Auf dem unsäglichen Kopfsteinpflaster reißt dann
meine hintere Felge aus und ich kann mich gerade noch bis Stralsund retten,
teilweise schiebend. Wegen der notwendigen Reparatur und des Wochenendes muss
ich hier mehrere Tage pausieren. Bei der
„Langen Nacht des
offenen Denkmals“ lerne ich die Stadt besonders intim kennen. Das Meeresmuseum
wäre eine eigene Reise wert. Über Greifswald fahre ich nach Usedom, besuche das bedrückende Peenemünde und mache eine kurze Stippvisite in Polen. In Waren an der Müritz (bin schon zum dritten Mal per Rad hier) komme ich gerade rechtzeitig zur Kranichrast. Durch die Mecklenburger Seenplatte und die Altmark erreiche ich die Elbe. Tangermünde und Havelberg sind recht hübsche kleine Städtchen, Magdeburg passiere ich im Schnelldurchgang. Weil mir der Elbe-Radweg nun überhaupt nicht mehr gefällt, entscheide ich mich für die Weiterfahrt an der Saale mit ihren hübschen kleinen Dörfern und schönen Städten wie Halle und Naumburg. Die malerischen Weindörfer und Besenwirtschaften hätte ich so hier nicht erwartet. Ich quäle mich zu den Dorndorfer Schlössern hoch (u. a. war Goethe hier), das erste Mal nach Norwegen eine 15-prozentige Steigung. Von Saalfeld nach Kronach nehme ich den Zug, weil ich die Strecke als miserabel kenne. |
Von Lichtenfels, über das schöne
Bamberg bis zum malerischen Marktbreit folge ich dem Main und fahre dann die
Altmühl entlang von der Quelle bis nach Dollnstein. Obwohl ich schon oft in
Ingolstadt
gewesen bin, besichtige ich die Stadt erstmalig etwas intensiver und übernachte
noch einmal in Abensberg. Nach 146 Tagen und 10.590 km, reicher um viele Erfahrungen, Eindrücke und Begegnungen und ärmer um einige tausend Euro und ein paar Kilogramm ist die herrliche Reise vorbei.
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