Grusswort des 1. Bürgermeister

  Grüß Gott, lieber Internetsurfer.

Sie sind gerade nach Langenpreising gekommen. Sicher wird Ihnen der Name nichts sagen;
sie hören ihn zum erstenmal. Das ist auch nicht verwunderlich, denn wir sind eine
relativ kleine Gemeinde mit gerade 2300 Einwohnern.

Dann liegen wir auch noch nordöstlich der Landeshauptstadt München, also nicht im Süden,
wo die Urlauberströme hinziehen und die Orte hohe Bekanntheitsgrade aufweisen.
Wir liegen im Windschatten von München, abseits der Verkehrsströme, wenn Sie so wollen etwas
versteckt.

Aber warten Sie bitte einen Augenblick, bevor ich weitererzähle.
Da kommt gerade wieder ein Besucher.
Das ist ein Bekannter, der nur nachsehen will, was es in Langenpreising Neues gibt.
Ich lade auch ihn ein, ein wenig zu verweilen und zuzuhören, was ich Ihnen erzähle.
Vielleicht ist auch für unseren Bekannten noch etwas Neues dabei.

Unser Ort Langenpreising liegt am Rande des Erdinger Mooses, sich anlehnend an das
schwäbisch-bayerische Hügelland, das im Tertiär geformt wurde.
Für uns ist dieses Gebiet einfach das Holzland.

Durchflossen wird Langenpreising von der Strogen, einem Flüßchen, das oft Hochwasser führt
und noch in den 50er Jahren dieses Jahrhunderts regelmäßig mindestens einmal im Jahr einen Teil der Ort-
schaft überflutet hat.
Am Rande von Langenpreising schlängelt sich durchs Moos die Sempt,
ein gemächliches Flüßchen, das sich nördlich des Ortes nach 3 km mit der Strogen trifft.

Langenpreising ist ein sehr alter Siedlungsraum. Bei Straßenbaumaßnahmen im Jahre 1981
ist man auf Reste von Pfahlbauten gestoßen, die vor etwa 5000 Jahren errichtet worden sind,
also bis in die Bronzezeit zurückreichen.

Besiedelt wurde Langenpreising in der ersten bayerischen Landnahme um 600 n.Christus.
Urkundliche Erwähnung findet Langenpreising unter einem Priso im Jahre 767.
Dieser Priso gab dem Ort den Namen Preysing. Die Edlen von Preysing haben später
ihren Wohnsitz weiter nach Norden verlegt.
Noch heute ist das Schloß Kronwinkel bei Landshut Stammsitz derer von Preysing.
Aber auch wir Langenpreisinger sind heute noch stolz auf unsere Grafen von Preysing,
denen im Königreich Bayern wichtige Staatsaufgaben übertragen worden waren.
In der Mitte dieses Jahrhundert taucht der Name Preysing noch einmal glanzvoll auf.
Konrad, Graf von Preysing, 1880 in Kronwinkel geboren, ging in den diplomatischen Dienst,
wurde Priester und Bischof und Kardinal von Berlin und hat mutig seine Stimme gegen
das Unrechtsregime der Nazi erhoben.

Heute ist Langenpreising ein modernes Gemeinwesen mit eigener Schule, einem Kindergarten,
in Bälde einer Turnhalle, einer großen Sportanlage mit Tennisplätzen und einer Tennishalle.
Erholung finden wir an Badeseen im Ort und in der nächsten Umgebung.

Daß die Gemeinde an die Kanalisation und die zentrale Wasserversorgung angeschlossen ist,
ist eine Selbstverständlichkeit, ebenso wie die Tatsache, daß alle Straßen ausgebaut sind und
die einzelnen Orte durch Radwege miteinander verbunden sind.

Langenpreising wird von einer ganzen Reihe von reizvollen Orten, Weilern und Einöden umschlossen,
die zusammen mit dem Hauptort die intakte Gemeinde bilden.

Was es sonst noch alles gibt, können Sie den einzelnen Seiten entnehmen.
Ich darf mich nun von Ihnen verabschieden und gleichzeitig um Entschuldigung bitten,
daß ich Sie so lange aufgehalten habe. Aber ich bin unversehens ins Schwärmen gekommen.
Aber Langenpreising ist eben schön und liebenswert.

Kommen Sie doch mal persönlich vorbei und überzeugen Sie sich.

Ihr

Rudolf Weiß
l. Bürgermeister

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