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Heimreise durch Deutschland
10.9.-21.9.2004 / 12 Tage / 850 km

Innerlich habe ich meine Reise schon teilweise abgeschlossen. Ich bin zurück in Deutschland und der Herbst naht deutlich.

Durch viele traditionsreiche Weinorte radle ich die Mosel abwärts. Bernkastel, Traben-Trarbach und besonders Cochem sind überlaufen mit überraschend vielen ausländischen Touristen. In den gemütlichen Straußwirtschaften schmeckt der Wein und das deftige Essen hervorragend. Das Recht zum Ausschank eigenen Weins habe es schon zu Zeiten Karls d. Gr. gegeben. Bereits die Römer haben an der Mosel Wein angebaut. Der heutige Wein schmeckt sicherlich besser.

Ich steige hoch zur Burg Metternich (letzter Besitzer war der bekannte österreichische Staatsmann) und besichtige die Burg Eltz. Sie ragt malerisch hoch über einem kleinen Seitental der Mosel und ist der Inbegriff einer deutschen Burg, wurde übrigens nie von Feinden eingenommen. Hier bin ich ein bisschen enttäuscht, weil der Führer auch auf Nachfrage nicht weiß, dass die Burg auf dem früheren 500-DM-Schein abgebildet war.

 

Den Umweg über Koblenz erspare ich mir und fahre über den Hunsrück an den Rhein. Anders als an der Mosel bleibt in dem engen Tal  neben Schiene und Straße kaum noch Platz für Radfahrer. Boppard, Bacharach, Bingen, Rüdesheim wirken auf mich wie die Moselorte wenige Tage zuvor, eben eine Dimension größer und weniger zeitgemäß. In der bekannten Drosselgasse von Rüdesheim wird mittags schon geschunkelt und Umgangssprache ist englisch.

Das Rhein-Main-Gebiet umfahre ich mit der Bahn und radle dann von Wertheim aus das schöne Taubertal aufwärts. Bei Creglingen besuche ich einen Vetter und bleibe dann einen Tag in Rothenburg. Seit einigen Jahren gibt es hier mehr japanische als amerikanische Touristen und eine Reihe japanischer Geschäfte. Viele Speisekarten sind japanisch.

Das Altmühltal ist immer wieder schön. Am Samstag wird in Pleinfeld ein Marathonlauf veranstaltet. Den schaue ich mir an, auch wenn die Quartiersuche wegen der Veranstaltung mühsam ist.

Ein letztes Mal übernachte ich in Abensberg und fahre dann in beinahe strömendem Regen heim. Die schöne Reise ist vorbei.

 

 

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