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Von Trondheim zu den Lofoten
5.-18.7.2003 / 14 Tage / 1.205 km

Durch den üppigen Tröndelag, mit mäßigen Steigungen, kleinen Fjords und vorbei an mächtigen schneebedeckten Bergen ziehe ich immer weiter nördlich. Die Fliegen und Moskitos werden für mich immer mehr zum Problem. Jetzt, nach bereits 4 Wochen in Norwegen, entdecke ich das erste (und einzige!) Mal einen Elch auf meiner Reise. Viele der Städte in Nordland sind im Krieg zerstört worden und man wird hier laufend mit deutscher Geschichte konfrontiert.

Heute ist einer der wenigen Regentage. Die "Trollfjord", mit der ich von Florö nach Alesund gefahren bin, ist jetzt auf der Rückreise aus dem hohen Norden nach Bergen und liegt in Brönnöysund im Hafen. Und hier in Brönnöysund werde ich auch Zeuge eines Heiratsantrags: Im Hotelrestaurant fällt ein junger Mann vor seiner Angebeteten auf die Knie. Ich weiß nicht, ob er erhört worden ist.

Vorbei an den berühmten Sieben Schwestern und mit Blick auf den mächtigen Svartisenbreen, den mächtigsten Gletscher Norwegens, komme ich auch bald nach Bodö. Wegen eines gesperrten Tunnels muss ich für das letzte Stück den Bus nehmen.

  Von hier setze ich auf die Lofoten über. Bei der Ankunft des Schiffs in Moskenes sind die Berge ganz bilderbuchhaft in Wolken gehüllt. Zwei Stunden später herrscht wieder strahlender Sonnenschein.

Mein Schwager ruft mich an: "Ich habe gehört, Du bist in Norwegen. Ich bin auf den Lofoten. Wo bist Du?" Wir sind gerade 30 km getrennt und treffen uns am nächsten Morgen.

Die Lofoten sind einer der landschaftlichen Höhepunkte meiner Reise. Mächtige Berge wechseln ab mit weiten Landschaften, weitläufige sandige Badestrände mit schroffen Felsküsten.

Die anschließenden Vesteralen sind dagegen viel weiter, offener, landschaftlich sanfter und klimatisch wohl etwas milder. Narvik, auf dem Festland, ist ebenfalls wegen der Kriegszerstörungen neu aufgebaut und deshalb etwas schmucklos. Es überrascht mich durch seine Betriebsamkeit, nicht nur im berühmten Erzhafen. Weil ich Anfang August in Südfinnland sein möchte, ist hier der Wendepunkt meiner Reise.

 

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