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Durch Schweden nach Süden
20.8.-4.9.2003 / 16 Tage / 1.246 km

Bei herrlichstem Sommerwetter, strahlend blauer Himmel mit weißen Cumulus-Wolken, verbringe ich die nächsten Tage in Stockholm. Ich bummle viel durch die Stadt, beobachte den Wachwechsel am Schloss und besichtige die berühmte "Vaasa",  die schon auf der Jungfernfahrt nach einigen hundert Metern untergegangen ist (ca. 1630). Nach langer Zeit kleide ich mich wieder einmal fein und besuche ein interessantes Gitarrenkonzert mit japanisch/ungarischem Repertoire.

Ich streife über Gotland und das vorgelagerte Farö, eine intensive Mischung aus Kultur (Fischerdörfer, spezielle Schafzucht, Windmühlen), Geschichte (Hansestadt Visby, Hügelgräber, 100 Kirchen) und Landschaft (Strände, Steilküsten, Raukas). Gelbe Blätter, absterbende Pflanzen, abgeerntete Felder kündigen den Herbst an. Mir wird immer bewusster, dass sich meine herrliche Reise dem Ende zuneigt.

Öland ist weniger urtümlich als Gotland und wirkt teilweise wie Bibione an der Ostsee. Daneben residieren aber auch die schwedischen Könige im Sommer auf Öland (Karl X. Gustaf in Ottenby, der jetzige König in Solliden). Zwei Beispiele recht fragwürdiger Archäologie auf diesem geschichtsträchtigen Boden verblüffen mich. In Eketorp ist ein Wehrdorf aus der Völkerwanderungszeit so spielzeughaft rekonstruiert, dass die Ähnlichkeit mit dem Original zumindest zweifelhaft ist. In Ismantorp ist eine Ausgrabung als ebensolches Wehrdorf deklariert, obwohl es keinerlei Anzeichen für eine derartige Nutzung gibt und das "Wehr"-Dorf nicht sinnvoll zu verteidigen wäre.

 

  Über das malerische Karlskrona und den historischen Kurort Ronneby bin ich bald in Ystad. Das ist mein Abschied von Schweden.

Auf Bornholm genieße ich wieder Dänemark als Radlerland: Gute Radwege, hervorragende Beschilderung. Ich bummle per Rad über die Insel, besichtige das historische Rönne, die alte Festungsruine Hammershus, zwei der einmaligen Rundkirchen und freue mich an den herrlichen Stränden. Aber die sind natürlich kaum noch belebt.

Mit der Fähre setze ich nach Rügen über und lasse jetzt Skandinavien ganz hinter mir.

 

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